Interventionsstelle
Interventionsstelle
gegen häusliche Gewalt:
Ein
Modellprojekt stellt sich vor.
Die
Studie „Lebenssituation, Sicherheit und Gesundheit von Frauen“ der Universität
in Bielefeld hat aufgezeigt, dass jede
vierte in Deutschland lebende Frau in ihrem Leben Opfer von häuslicher Gewalt
wird ! Bundesweit suchen jährlich ca. 40.000 Frauen und deren Kinder Schutz
und Zuflucht in Frauenhäusern.
Diese Zahlen zeigen, dass häusliche Gewalt kein individuelles, sondern ein gravierendes gesellschaftliches Problem ist, das massive psychische, aber auch ökonomische, soziale und gesundheitliche Schäden verursacht.
Die
Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt ist ein neuer Baustein in der
Beratung und Hilfestellung für Opfer von häuslicher Gewalt. Betroffene
bekommen hier Informationen und Beratung zum Gewaltschutzgesetz und eventuelle
Unterstützung bei der Beantragung von Schutzanordnungen (Kontakt- und Näherungsverbot,
Wohnungszuweisung etc.).
Eine
wichtige Zielsetzung der Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt ist die
Intensivierung mit Polizei und Justiz im Lahn-Dill-Kreis zum Gewaltschutzgesetz.
Mit dem Pro-aktiven Ansatz wird eine Optimierung der Hilfestellung für von häuslicher
Gewalt betroffene Frauen und Kinder ermöglicht.
Auch
männliche Opfer von Gewalt können die Beratungsangebote der
Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt in Anspruch nehmen. Wenn dies gewünscht
ist, werden männliche Opfer zum Gewaltschutzgesetz und den Schutzanordnungen,
die per Gericht beantragt werden können, informiert und beraten. Täter, die
sich mit ihrem gewalttätigen Verhalten auseinandersetzen möchten, werden an
Therapeuten und Beratungsstellen weitervermittelt.